Friedrich II. ("Stupor Mundi")

Friedrich II 1194-1250
  • * 26.12.1194 (Ancona, Italien)
  • 13.12.1250 (Castel Fiorentino, Italien)

Giotto di Bondone

Giotto di Bondone 1266-1337
  • 1266 in Vespignano geboren, Lehre bei Cimabue(?)
  • Lehre bei Cimabue(?)
  • 1297-1300 Arbeit in Rom
  • 1304-1306 Freskenzyklus in der Cappella della Scrovegni (Padua)
  • ab 1320 Rückkehr nach Florenz
  • ab 1334 leitender Baumeister am Dom von Florenz
  • Entwurf für die Campanile
  • 1337 in Florenz gestorben

Ptolemäus

Ptolemäus 90-168
  • 90 geboren
  • 168 gestorben
griechischer Mathematiker, Geograph, Astronom, Astrologe, Musiktheoretiker und Philosoph; Ptolemäus wirkte als Bibliothekar an der berühmten antiken Bibliothek in Alexandria; drei Werke zur Astronomie(Almagest), Geographie(Geographia) und Astrologie(Tetrabiblos)
Mathematike Syntaxis ("mathematische Zusammenstellung"),
Megiste Syntaxis ("größte Zusammenstellung"),
Almagest

Filippe Brunelleschi

Brunelleschi, Filippe 1377-1446
  • 1377 geboren
  • 1402 Wettbewerb für die Bronzetüren des Florentiner Baptisteriums
  • 1410 perspektivisch gemalten Tafeln der Piazza S. Giovanni und der Piazza della Signoria
  • 1418-1436 Kuppel des Florentiner Doms Santa Maria del Fiore
  • 1421 Basilica di San Lorenzo di Firenze einschließlich der Alten Sakristei
  • 1419 Findelhaus Ospedale degli Innocenti: Novum: Antikisierende Kapitelle als Kompositordnung (höchste Ordnung, auch nach Alberti, Max Teuer S.361
  • 1430 Cappella dei Pazzi und der Kapitelsaal der Kirche Santa Croce
  • 1436 Santo Spirito
  • 1446

Nikolaus von Kues (Cusanus); oder auch: Niklas Kryffts, Nikolaus Krebs

  • 1401 geboren
  • Mitglieder Bruderschaft vom gemeinsamen Leben (Deventer); devotio moderna Laienfrömmigkeit
  • 1416 Studium in Heidelberg; Heidelberg damals "Nominalistisch" geprägt.
  • 1417 Studium in Padua; Umbruchsstimmung; Bekanntschaft mit Giuliano Cesarini; K widmet ihm zwei Bücher; Paolo del Pozzo Toscanelli - stammt aus Florenz, Sohn einer Kaufmannsfamilie, studiert Medizin und Mathematik; führt Kusanus in Florenz ein, steht mit Johannes Müller (Regiomontanus) in Verbindung; enger Freund von L.B. Alberti?
  • 1423 verläßt Padua, geht zum Kurfürsten von Trier
  • 1425 in Köln
  • 1428 Paris
  • 1430/1431 Jahreswechsel: Aufenthalt in Trier, mehrere Reden, erklärt warum die hl. drei Könige "Magier" waren. ibant magi (aus dem Evangelium), "a magnitudine scientia" von großem Wissen, nach Seneca herrschen nur die Weisen, also sind sie auch Könige. Die Herrschaft der Weisen = "das goldene Zeitalter (Flasch 2004 S.19). Herleitung der Universalität des Glaubens. Gottesglaube erfährt sich aus "Vernunft".
  • 1440 de docta ignorantia
  • 1463 (vermutlich) de ludo globi: Vergleich Gott=Geldhersteller, Mensch=Geldwechlser: der der Schöpfung erkennt, gibt ihr erst ihren Wert
  • 1464 gestorben
"coincidentia oppositorum"
Christus als Verbindung zwischen Gott und Menschen. Christus ist (als einziges göttlich und menschlich zugleich)
Dreifache Richtung und Bedeutung des Unendlichkeitsbegriffs
Gott (Absolut-unendlich) stehen zwei andere Formen des Unendlichen gegenüber: Die Welt und der menschliche Geist (Welt unendlich -Kosmos und so, und der schrankenlose Geist)
Nikolaus Cusanus zwischen Deutschland und Italien, Martin Thurner (Hrsg.)
?Cusanus und Alberti (Silvio Agosta, Tübingen)?
de visione dei: Niemand sieht dich wer dich nicht hat; niemand faßt dich, wenn du dich ihm nicht gibst. Wie aber könnte ich dich haben, wie kann mein Wort zu dir, dem schlechthin Unzugänglichen gelangen? Wie soll ich Dich erbitten: denn gibt es etwas Absurderes, als daß Du Dich mir gibst, der Du alles in allem bist - und wie könntest du Dich mir geben , ohne mir zugleich den Himmel, die Erde und alles, was in ihnen ist, zu geben? (...)"
"SEI DU DEIN UND ICH WERDE DEIN SEIN"

Gottfried Semper

  • 1803 geboren in Hamburg, Deutschland
  • Vorläufige Bemerkungen über bemalte Architectur und Plastik bei den Alten. 1834.
  • 1837 Pläne für Erweiterung des Zwingers
  • 1849- Herbst 1850 Paris
  • Die vier Elemente der Baukunst. 1851.
  • Wissenschaft, Industrie und Kunst. 1851.
  • Herbst 1849 - 1855 London, GB
  • 1855 - 1871 Zürich, Schweiz
  • 1860 Semper, Gottfried, Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten, oder praktische Ästhetik. Ein Handbuch für Techniker, Künstler und Kunstfreunde, Erster Band. Textile Kunst, Frankfurt a.M 1860.
  • ab 1871 Wien, Österreich
  • Kleine Schriften. 1884/Nachdr. 1979,
  • 1879 gestoren in Rom, Italien
Semper schreibt über angewandte Künste. Kritik an Semper, die in Richtung einer "materialistischen" Kritik gehen, übersehen das möglicherweise?

Friedrich Theodor Vischer

  • * 30.Juni 1807, Ludwigsburg
  • 1826-1832 Studium in Tübingen: Theologie, Philospohie, Philologie
  • 1844-1848 Ordentlicher Professor in Tübingen
  • 1855 - 1866 Dozent für Ästhetik und deutsche Literatur an das Polytechnicum in Zürich.
  • 1857 Ästhetik oder Wissenschaft des Schönen (6 Bde.)
  • 14.September 1887
ab 1857 freundet: sich mit Gottfried Keller, Jacob Burckhardt, Gottfried Semper, Mathilde Wesendonck und Richard Wagner an; ist Linkshegelianer

Karl Marx

  • * 05.Mai 1818, Trier, Deutschland
  • 1835 Studium in Bonn, Deutschland
  • 1836 Studium in Berlin, Deutschland [FWU->HU]
  • 1841 Promotion in absentia an der Universität Jena
  • 1841 Umzug nach Bonn, Deutschland
  • 11./12.Oktober 1843 Umzug nach Paris, Frankreich
  • 1841 Umzug nach Brüssel, Belgien
  • ab 1849 London, GB
  • 14.März 1879, London, GB

Jacob Burckhardt

  • * 1818
  • 1839-1843 Studium in Berlin
  • 1854-1858 Ordentlicher Professor in Basel
  • 1860 Die Kultur der Renaissance in Italien
  • Nachfolger auf dem Lehrstuhl ist Wölfflin ab 1893
  • 1897

Johann Wolfgang Goethe

1827
Hat der alte Hexenmeister Sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister Auch nach meinem Willen leben. Seine Wort' und Werke Merkt ich und den Brauch, Und mit Geistesstärke Tu' ich Wunder auch. Walle! walle Manche Strecke, Daß, zum Zwecke, Wasser fließe, Und mit reichem, vollem Schwalle Zu dem Bade sich ergieße. Und nun komm, du alter Besen! Nimm die schlechten Lumpenhüllen! Bist schon lange Knecht gewesen; Nun erfülle meinen Willen! Auf zwei Beinen stehe, Oben sei ein Kopf! Eile nun und gehe Mit dem Wassertopf! Walle! walle Manche Strecke, Daß, zum Zwecke, Wasser fließe Und mit reichem, vollem Schwalle Zu dem Bade sich ergieße. Seht, er läuft zum Ufer nieder; Wahrlich! ist schon an dem Flusse, Und mit Blitzesschnelle wieder Ist er hier mit raschem Gusse. Schon zum zweiten Male! Wie das Becken schwillt! Wie sich jede Schale Voll mit Wasser füllt! Stehe! stehe! Denn wir haben Deiner Gaben Vollgemessen! - Ach, ich merk es! Wehe! wehe! Hab ich doch das Wort vergessen! Ach, das Wort, worauf am Ende Er das wird, was er gewesen. Ach, er läuft und bringt behende! Wärst du doch der alte Besen! Immer neue Güsse Bringt er schnell herein, Ach! und hundert Flüsse Stürzen auf mich ein. Nein, nicht länger Kann ich's lassen; Will ihn fassen. Das ist Tücke! Ach! nun wird mir immer bänger! Welche Miene! welche Blicke! O du Ausgeburt der Hölle! Soll das ganze Haus ersaufen? Seh ich über jede Schwelle Doch schon Wasserströme laufen. Ein verruchter Besen, Der nicht hören will! Stock, der du gewesen, Steh doch wieder still! Willst's am Ende Gar nicht lassen? Will dich fassen, Will dich halten Und das alte Holz behende Mit dem scharfen Beile spalten. Seht, da kommt er schleppend wieder! Wie ich mich nur auf dich werfe, Gleich, o Kobold, liegst du nieder; Krachend trifft die glatte Schärfe. Wahrlich! brav getroffen! Seht, er ist entzwei! Und nun kann ich hoffen, Und ich atme frei! Wehe! wehe! Beide Teile Stehn in Eile Schon als Knechte Völlig fertig in die Höhe! Helft mir, ach! ihr hohen Mächte! Und sie laufen! Naß und nässer Wird's im Saal und auf den Stufen. Welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister! hör mich rufen! - Ach, da kommt der Meister! Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, Werd ich nun nicht los. "In die Ecke, Besen! Besen! Seid's gewesen. Denn als Geister Ruft euch nur, zu seinem Zwecke Erst hervor der alte Meister."

Semper, Gottfried, Die Vier Elemente der Baukunst. Ein vergleichender Beitrag zur Baukunst, Braunschweig 1851.

1851, Braunschweig
I Uberschau
II Die Phytie
III Der chemische Beweis
IV Mehr als Vermutungen
V Die vier Elemente
VI Nutzanwendungen


Gottfried Semper Man hat in alten und neuen Zeiten sehr oft die architektonische Formenwelt vornehmlich als von dem Stoffe bedungen und aus ihm hervorgehend dargestellt, indem man die Construction als das Wesen der Baukunst erkannte und letztere somit in eiserne Fesseln schmiedete, während man glaubte sie von falschem Beiwerke zu befreien. Soll aber nicht die Baukunst, gleich der Natur, ihrer großen Lehrerin, zwar ihren Stoff nach den durch sie bedungenen Gesetzen wählen und verwenden, aber Form und Ausdruck ihrer Gebilde nicht von ihm, sondern von den Ideen abhängig machen, welche in ihnen wohnen?
Allerdings aber muss, wenn zu ihrer Verkörperung der passendste Stoff gewählt ward, der Ausdruck der Idee des Bauwerkes, durch das Erscheinen des letzteren, als eines natürlichen Symboles, an Schönheit und Bedeutung gewinnen. Verbunden mit Alterthümelei, hat die angedeutete materielle Anschauungsweise zu sonderbaren und fruchtlosen Grübeleien geführt, und gerade die wichtigsten Einflüsse auf Kunstentfaltung übersehen.
Auf die Gefahr hin, mich desselben Fehlers schuldig zu machen, den ich tadle, sehe ich mich genöthigt, in die Urzustände der menschlichen Gesellschaft zurückzukehren, um zu dem zu kommen, was ich eigentlich darzulegen beabsichtige. Ich werde es so kurz wie möglich abzumachen suchen.
Das erste Zeichen menschlicher Niederlassung und Ruhe nach Jagd, Kampf und Wanderung in der Wüste ist heute wie damals, als für die ersten Menschen das Paradies verloren ging, die Einrichtung der Feuerstätte und die Erweckung der belebenden und erwärmenden speisebereitenden Flamme. Um den Herd versammelten sich die ersten Gruppen, an ihm knüpften sich die ersten Bündnisse, an ihm wurden die ersten rohen Religionsbegriffe zu Culturgebräuchen formulirt. Durch alle Entwickelungsphasen der Gesellschaft bildet er den heiligen Brennpunkt, um den sich das Ganze ordnet und gestaltet.
Er ist das erste und wichtigste, das moralische Element der Baukunst. Um ihn gruppiren sich drei andere Elemente, gleichsam die schützenden Negationen, die Abwehrer der dem Feuer des Herdes feindlichen drei Naturelemente; nämlich das Dach, die Umfriedigung und der Erdaufwurf.
Je nachdem die menschlichen Vereine unter den verschiedensten Einflüssen der Climate, der Länderbeschaffenheiten, der Verhältnisse zu ein­ander, und nach den Unterschieden in den Anlagen der Racen sich verschiedenartig ausbildeten, mussten die Combinationen, in welchen diese vier Elemente der Baukunst zusammengriffen, sich anders gestalten, und einzelne sich mehr entwickeln, andere in den Hintergrund treten. Quitzsch, Heinz Gottfried Semper - Praktische Ästhetik und politischer Kampf. Im Anhang: Gottfried Semper, Die vier Elemente der Baukunst, Bauwelt-Fundamente, 58, Braunschweig/Wiesbaden 1981, S.178.

Es blieb der Teppich die Wand, die sichtbare Raumbegrenzung. Die dahinter befindlichen, oft sehr starken Mauern wurden wegen anderer, das Räumliche nicht betreffender Zwecke nothwendig, als zur Sicherheit zum Tragen, zur größeren Dauer und dergleichen.
Ueberall, wo diese Seitenzwecke nicht in der Absicht waren, blieben die Teppiche die alleinigen ursprünglichen Scheidungen; und selbst, wo die Aufführung fester Mauern erforderlich wurde, bildeten sie nur das innere nicht sichtbare Gerüste, versteckt hinter den wahren und legitimen Repräsentanten der Wand, den buntgewirkten Teppichen.
Quitzsch, Heinz Gottfried Semper - Praktische Ästhetik und politischer Kampf. Im Anhang: Gottfried Semper, Die vier Elemente der Baukunst, Bauwelt-Fundamente, 58, Braunschweig/Wiesbaden 1981, S.182.

Vischer, Friedrich Theodor, Aesthetik oder Wissenschaft des Schönen. 6 Teile in 3 Bänden. Reutlingen 1846 ff. Nachdruck: Olms, Hildesheim 1996

1846, ReutlingenBraunschweig
Teil 1: Das Schöne in einseitiger Existenz
Teil 2: Die Metaphysik des Schönen
Teil 3: Die Kunstlehre
Teil 4: Bildnerkunst/Malerei
Teil 5: Die Musik
Teil 6: Kunstlehre
ISBN 3-487-05756-5

Semper, Gottfried, Wissenschaft, Industrie und Kunst. Vorschläge zur Anregung des nationalen Kunstgefühls bei dem Schlusse der Londoner Industrie-Ausstellung, Braunschweig 1851.

1851, Braunschweig
Quitzsch, Heinz Gottfried Semper - Praktische Ästhetik und politischer Kampf. Im Anhang: Gottfried Semper, Die vier Elemente der Baukunst, Bauwelt-Fundamente, 58, Braunschweig/Wiesbaden 1981, S.108

Alois Riegl

  • * 1858-01-14 Linz
  • 1874 Abitur, Kremsmünster
  • 1874 Wien Jurastudium
  • 1878 Wien Studium Philosophie, Geschichte bei Max Büdinger (1828-1902)
  • 1881 Eintritt in das Institut für österr. Geschichtsforschung (Theodor Sickel[1826-1908], Rudolf Eitelberger[1817-1885], Moritz Thausing [1838-1884]
  • 1883 Dissertation: "Die romanischen bauten Salzburgs bis zum Ausgang der hochromanischen Periode und die Entwicklung des romanischen Stils in Bayern"
  • 1889 Habilitation
  • 1893 Stilfragen: Grundlegungen zu einer Geschichte der Ornamentik, Berlin 1893.
  • 1895 außerordentlicher Professor
  • 1897 Professor an der Wiener Universität
  • 1902 Generalkonservator der Zentralkommission für Kunst- und historische Denkmale
  • 1905-05-17 Wien
In den Stilfragen (...) formulierte R. einen Stilbegriff, der nicht alle die individuelle "Handschrift" bezeichnet, sondern auch analoge Gestaltungsprinzipien innerhalb der Kunstgattungen und deren gesetzmäßige Entwicklung. Damit wurde die Kunstgeschichtsschreibung zur historisch-empirischen Disziplin. Aufgrund eines wertfreien Stilbegriffs konnte R. nun auch jene Epochen rehabilitieren ("Spätrömische Kunstindustrie", "Die Entstehung der Barockkunst in Rom"), die man im 19. Jh., da vom klassischen Schönheitsideal abweichend, als Verfallszeiten beurteilt hatte.
in: Stolberg-Wernigerode, Otto zu, Neue deutsche Biographie, Bd. 21, Berlin 2003

Heinrich Wölflin

  • * 1864
  • Studium in Basel, u.A. bei August Böckh
  • Studium in Berlin u.A. bei Wilhelm Dilthey
  • Studium in München u.A. Heinrich Brunn
  • Promotion 1886 bei Brunn
  • Wölfflin, Heinrich (2009). Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur. Kunstgeschichte ; 2009,1. München, Institut für Kunstgeschichte. 2009,
  • bis 1888 am Deutschen Archäologischen Institut in Rom
  • Habilitation: Wölfflin, Heinrich, Renaissance und Barock : eine Untersuchung über Wesen und Entstehung des Barockstils in Italien, München 1888.
  • ab 1889 Bekanntschaft mit Adolf Hildebrand
  • ab 1893 Professur Basel
  • ab 1901 Professur Berlin
  • ab 1912 Professur München
  • ab 1924 Professur Zürich
  • 1945, Zürich, Schweiz

Lucae, Richard, "Über die Macht des Raumes in der Baukunst", in: Zeitschrift für Bauwesen,1869.

wiederabgedruckt (?) in: Lucae, Richard, "Ueber die Bedeutung und Macht des Raumes in der Baukunst", in: Zeitschrift für praktische Baukunst 29,1869, Sp.197-208.
Lucae unterscheidet die Faktoren die zu einer Raumwirkung beitragen in Form, Maßstab, Licht und Farbe und macht sich daran die Faktoren und deren Zusammenspiel anhand von Beispielen zu erklären. Der Form des Vortrags und der Zeit (1869) geschuldet wirkt diese Herangehensweise etwas unsystematisch und ungenau. Ebe verweist auf Sempers Bekleidungstheorie.
Form: "Anordnung der Türen"
Licht: Gliederung in Verteilung und Menge; "Seele des Raumes"; "Kontraste"; dokumentiert des Zweck eines Raumes
Farbe: Tritt immer hinzu; "Farbenstimmung"
Maßstab: Details der Architektur

"Diese Factoren sind: die Form und das Licht. Zur Form tritt, sie modificirend und ihren Einfluß wesentlich verändernd, der Maaßstab und neben dem Licht erscheint, zwar als sein unmittelbares Resultat, aber oft als selbstständiges künstlerisches Moment, die Farbe. Den Styl habe ich absichtlich nicht genannt, weil er für die Raumwirkung nach meiner Meinung einzig in sofern eine Rolle spielt, als er die vier obengenannten Kräfte in ihrer Machtstellung so oder so gegeneinander verschieben kann."
(...)
"Ein Zimmer ist für unsere Empfindung nur solange noch ein Raum, als seine Wände, wenn auch noch so farbenprächtig, den Charakter eines aufgehängten Teppichs behalten."

Neues Hoftheater - Semperoper

1871-78, Dresden
Gottfried Semper

Semper, Gottfried, Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten, oder praktische Ästhetik. Ein Handbuch für Techniker, Künstler und Kunstfreunde, Erster Band. Textile Kunst, Frankfurt a.M 1860.

1860, Frankfurt am Main

Paul Frankl

  • * 22. April 1878 in Prag geboren;
  • Studium der Baukunst und ihrer Geschichte an den Technischen Hochschulen Prag, München und Charlottenburg arbeitete Frankl als Architekt in einem Büro.
  • 1907 Studium der Kunstgeschichte in München
  • 1908 Frankl, Paul, Raum und Zweck, in: Die Raumkunst I. Jahrgang, Heft II, S. 171-174.
  • ?1910? Promotion
  • 1914 habilitiert: Frankl, Paul, Die Entwicklungsphasen der neueren Baukunst, 1914.
  • 1920 zum außerordentlichen Professor ernannt
  • 1921 als ordentlicher Professor der Kunstgeschichte nach Halle berufen (Nachfolger Wilhelm Waetzoldts).
  • 1921 ordentlicher Professor an der Universität in Halle.
  • April 1933 beurlaubt
  • 1934 - aus dem Universitätsdienst entlassen.
  • 1938 emigrierte er in die USA.
  • Seit 1940 neben Erwin Panofsky der zweite Ordinarius unter den 252 deutschsprachigen Emigranten des Berufszweigs Kunsthistoriker
  • 1948 Gastprofessor an der Universität Berlin
  • 30.01.1962 Princeton, New Jersey, US

Semper, Gottfried, Kleine Schriften, Berlin 1884.

1884, Berlin

Erwin Anton Gutkind,

  • * 1886-05-20 Berlin
  • 1905 Berlin, Studium Architektur, Stadtplanung, Kunstgeschichte, Soziologie, KTH zu Charlottenburg-Berlin
  • 1910 Berlin, Diplomprüfung Architektur
  • 1910 Berlin, Beginn Dissertation Architektur
  • 1914 Berlin, Eintritt in den Staatsdienst
  • 1919 Berlin, Planungsberater für den Wiederaufbau in der Waffenstillstandskommission, später Reichskommissariat für Wohnungswesen
  • 1920 Berlin, Tätigkeit als Referent, später Dezernent im neu gegründeten Reichswohlfahrtsministerium, danach Dezernent für Siedlungswesen und Stadtplanung
  • 1923 Berlin, Atelier Erwin Gutkind
  • 1933 Paris, Emigration
  • 1935 Hampstead, London, Emigration
  • 1940 Aberythwith, Wales, Übersiedlung, Direktor des Forschungsprojekts "Demographic Survey of the 1940 Council"
  • 1942 Hampstead, London, Rückkehr, Planungsberater der englischen Kohleindustrie
  • 1945 Mitglied der Britischen Kontrollkommission für Deutschland; Berater für den Wiederaufbau im Hauptquartier der Britischen Zone
  • 1947 Austritt aus der Kontrollkommision aus Protest gegen deren bürokratisches Vorgehen
  • 1956 Philadelphia, Übersiedlung, Beginn der Arbeiten an der International History of City Development
  • 1968-08-07, Philadelphia, USA
lernt über Walter Müller-Wulckow seine spätere Frau Anneliese Buelling kennen
Gutkind, Erwin A., Raum und Materie. Ein baugeschichtlicher Darstellungsversuch der Raumentwicklung, Berlin 1915.
Gutkind, Erwin Anton, Urban development in Central Europe, International History of city development Vol 1, New York/London 1964. S.172 Space and Scale of he medieval town
Gutkind, Erwin Anton, Urban Development in Southern Europe: Italy and Greece, International History of city development Vol 4, New Yorks/London 1969.
S. 129-135 Space at Rest; S. 136-144 Space at motion; S. 144-179 Barocque City Planning

Paul Zucker

  • * 1888
  • Studium Architektur und der Kunstgeschichte in Berlin und München: (Dipl.-Ing.) an derTechnischen Hochschule (Berlin-) Charlottenburg
  • 1913 Promotion: Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.) "Raumdarstellungen und Bildarchitekturen bei den Florentiner Malern der ersten Hälfte des Quattrocento".
  • 1913 Zucker, Paul, Raumdarstellung und Bildarchitekturen im Florentiner Quattrocento, Leipzig 1913.
  • Neben Lehrtätigkeiten an verschiedenen privaten Berliner Bildungseinrichtungen entwarf er in den 1920er: zahlreiche Landhäuser und Ladeneinrichtungen.
  • 1920-1923 Redakteur der Zeitschrift für Geschichte und Ästhetik der Architektur.
  • 1924 Zucker, Paul (Hrsg.), Der Begriff der Zeit in der Architektur, in: Repertorium für Kunstwissenschaft Bd.44, Heft 4/6,1924, S.237-245.
  • 1933 Berufsverbot.
  • 1934 Emigration in die USA,
  • 1944 US-Staatsbürger und arbeitete dort als Dozent für Architektur- und Kunstgeschichte an der New School for Social Research und an der Cooper Union Art School in New York City.
  • 1971

Wölfflin, Heinrich, Renaissance und Barock: eine Untersuchung über Wesen und Entstehung des Barockstils in Italien, München 1888.

Dilthey, Wilhelm: Die drei Epochen der modernen Ästhetik und ihre heutige Aufgabe 1892.

1892
Einfluss auf Schmarsow? Zumindest unterstellt von Beatrix Zug (2006)

Riegl, Alois, Stilfragen: Grundlegungen zu einer Geschichte der Ornamentik, Berlin 1893.

Schmarsow, August, Das Wesen der architektonischen Schöpfung: Antrittsvorlesung, gehalten in der Aula der K. Universität Leipzig am 8. November 1893, Leipzig 1894.

1893 Leipzig
"Sowie sich aber mehrere solcher Raumkörper mit abgeschlossenem Außenbau zusammenfinden, so tritt die Architektur als Raumgestalterin wieder in ihr volles Recht, indem sie diese Baukörper zu größeren Raumumschließungen ordnet und in neue organische Beziehung setzt, seien es die Häuserfassaden einer Straße, die Baugruppen um einen Platz, vielleicht mit einem Denkmal in der Mitte und mit Straßenprospekten auf dieses Centrum hin. Das Alles nehmen wir mit vollem Bewußtsein, bis auf die künstlerische Organisation eines Stadtplanes, ausdrücklich für die Architektur als Kunst in Anspruch. Als Städtebauerin reicht sie erstrecht dem Wegebau, dem Ackerbau und dem Gartenbau die Hand, die soweit das Auge dringt die Zeichen menschlicher Kulturarbeit hinausrücken."

Schmarsow, August, Ueber den Werth der Dimensionen im menschlichen Raumgebilde, in: Berichte über die Verhandlungen der Königlich-Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften, Philologisch-Historische Klasse, Leipzig 1896, S. 44-61.

Schmarsow, August, Plastik, Malerei und Reliefkunst : in ihrem gegenseitigen Verhältnis untersucht, Beiträge zur Ästhetik der Bildenden Künste / Schmarsow, August, Band 3 von 3, Leipzig 1899.

1899, Berlin
Statt "organisches Gebilde" sollte es vom Platz wol richtiger "planimetrisches" oder "stereometrisches" Gebilde heissen. Das Erstere ist der Platz jedenfalls als mehr oder minder ebene Horizontalfläche von bestimmter Umgränzung, d.h. als Ausschnitt der Erdoberfläche gefasst. Besteht diese Umgrenzung aber nicht allei aus Linien, sondern aus senkrecht aufgerichteten Körpern, von einfacehn Gränzsteinen (Termini) bis zu Häusern oder sonstigen Bauwerken, die ihn - vielleicht mit Straßenmündungen dazwischen - ringsum einschliessen, so ist er jedenfalls ein Innenraum unter freiem Himmel, wir denken ihn aber auch oben horizontal begränzt, am ehesten als "stereometrisches" Gebilde. Bei der ersten wie bei der andern Auffassung, bei der es eben ein "vorn und hinten" giebt, sondern grade die der unorganischen Natur besonders geläufige "centrale Symmetrie", wie in einem kristallinischen Gebilde, und wir denken sie am ehesten wol planimetrisch wie im flachen Seestern oder stereometrisch allseitig gerichtet wie im regelmässigen Polyeder, wie im Diamanten.

Künstlerisch aufgefasst ist der Raum zunächst ein Raumgebilde und gehört als solches der Architektur an. Diese fasst ihn mit vollem Recht als "ein in sich Existierendes" auf. d.h. als etwas, das sich nicht allein als Gesehenes, sondern auch für andre Sinne noch als ausser uns Vorhandenes bewähren kann, indem wir mit unsern Füssen darauf stehen, mit unsern Beinen darüber schreiten, das Gerassel der Wagen hören usw. S. 82.

Riegl, Alois, Spätrömische Kunstindustrie, 1901.

Riegl, Alois, "Das holländische Gruppenporträt", in: Jahrbuch des allerhöchsten Kaiserhauses, 1902, S. 71-278.

Schmarsow, August, Grundbegriffe der Kunstwissenschaft: am Übergang vom Altertum zum Mittelalter kritisch erörtert und in systematischem Zusammenhange dargestellt, Leipzig [u.a.] 1905.

Frankl, Paul, "Raum und Zweck", in: Die Raumkunst, 1908, I. Jahrgang, Heft II, S. 171-174.

1908, München
Frankl führt mit dem kurzen Aufsatz den Begriff des Zwecks ein.
Raum sei letztendlich nur der "Träger" des Zwecks. Dieser sei durch "orientierte Bewegung" herzuleiten. Frankl wendet sich gegen eine formal-ästhetisch entworfene, gedachte und gebaute Architektur. Architektur sei im Gegenteil "im wesentlichen Raumgestaltung". Und weiter: "dauernde Versteinerung einer bestimmten Zirkulation von Menschen in bestimmter Aktion". Gleichzeitig warnt Frankl aber auch vor Vorstellung der Architektur als Raumkunst, nur der Zweck gebe der Architektur die Seele. Die "physiologische Grundlage" des Menschen sei die Basis zur Wahrnehmung des Zwecks. Quasi in einem Nebensatz weist Frankl eine Definition der Architektur aus: Form, Proportion, Beleuchtung, Stimmung und Zweck.
Frankl richtet sich gegen die Vorstellung des architektonischen Raumes als Bild, ein relativ deutlicher Hinweis auf den vorherigen Diskurs, der - von Kunsthistorikern geprägt - der Verallgemeinerungsfähigkeit wegen mitunter die bildhafte Wahrnehmung des Raumes in den Vordergrund gestellt hat.

"Die unkünstlerische Art in Architektur und Kunstgewerbe, Dinge, die zusammengehören, einzeln zu sehen verdankt man den Formenlehren, Formenschätzen, der Barbarei der Ausstellungen, der Wissenschaftlichkeit der Museen. Architektur als Ganzes sehen und als Ganzes genießen und erleben heißt sie als dauernde Versteinerung einer bestimmten Zirkulation von Menschen in bestimmter Aktion erfassen; nicht bloß das ganze Bild, das sich perspektivisch dem Auge darbietet, ist architektonisch gesehener Raum (obwohl dies schon einen großen Schritt über alle Formenschätze hinaus bedeutet) - es bleibt flach - ein Bild.
(...)
In diesem Sinn ist der Zweck das eigentlich Geistige, die Seele der Architektur. Der Zweck bildet die begrifflich erfaßbare Bedeutung des Raumes, er trägt in den sonst kristallhaft toten unverständlichen Raum ein rein psychisches Element herein: die menschliche Handlung; es entpuppt sich als das, was den einzigen Berührungspunkt zwischen Architektur und Poesie ergibt - der freiesten Kunst!

Das hätten unsere alten Ästhetiker wissen sollen, sie hätten sich ihre langen Entschuldigungen sparen können; das müssen sich aber auch die heutigen klar machen, sonst bleibt die Erkenntnis: Architektur ist Raumkunst, leblos. Der Zweck ist die Seele, die Bewegung - die Ortsveränderung - ist die Brücke dafür, die physiologische Grundlage."

Kalkmann, August, August Kalkmanns nachgelassenes Werk, Berlin 1910.

Wölfflin, Heinrich, Vortrag in der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, 1911.

1911, Berlin, Königlich Preussiche Akademie der Wissenschaften
Meinold Lurz sieht den Vortrag als eine Art "Kurzfassung" des Programms der Grundbegriffe von Wölfflin
Lurz, Meinold, Heinrich Wölfflin. Biographie einer Kunsttheorie, Heidelberger Kunstgeschichtliche Abhandlungen, Bd. 14, Worms 1981, S. 168

Worringer, W., Abstraktion und Einfühlung, Neuwied 1907.

1907, Neuwied
Beitrag zur Ästhetik des Kunstwerks auf dem Gebiet der den bildenden Künsten angehörigen Kunstwerke (ist nicht gleich) Ästhetik des Naturschönen (1)

Das Naturschöne ist nicht Bedingung des Kunstwerks (1-2)
Moderne Ä. hat "entscheidenden" Schritt von ä. Objektivismus zu ä Subjektivismus gemacht und gipfelt in "Einfühlungsleere" => Theodor Lipps (2)
Einfühlungsleere nur auf einen Pol menschlichen Kunstempfindens anwendbar, dadurch auf einen großen Teil der KG nicht anwendbar (3)
Gegenvorschlag zu Einfühlung: Abstraktionsdrang

Einfühlung Schönheit des Organischen;
Abstraktion Schönheit des lebenverneinenden Anorganischen; Kristallinische, nabstrakte Gesetzmäßigkeit, Notwendigkeit (3)
Ä. Genuß ist objektivierter Selbstgenuß (4)
Kritik an Lipps "negativer Einfühlung": Warum sollte es die geben? Muss es nur geben, wenn man Einfühlung ausgeht, funktioniert nicht, daher eben auch Abstraktion "Nur soweit diese Einfühlung besteht, sind Formen schön. Ihre Schönheit ist dies mein idelles freies Sichausleben in ihnen. Dagegen ist die Form hässlich, wenn ich dies nicht vermag, wenn ich mich in der Form oder in iher Betrachtung innerlich unfrei, gehemmt, einem Zwange unterliegend fühle." (Lipps, Ästhetik, S.247) (5-6)
Lob auf Sempers Stil: Materialistische Anschauungsweise als Gegensatz zu spekulativer Ästhetik (8)
Riegl: Reaktion auf "platten" Kunstmaterialismus: Kunstwollen. Kunstgeschichte nicht mehr nur als "Kunstkönnen" (in "kleinlicher" Deutung Sempers), sondern als Kunstwollen nach Riegl. Können ist nur eine "sekundäre Folgeerscheinung" von Wollen. (9)
letztlich eine positivistische Deutung der gesamten Kunstgeschichte: Kunst als Ergebnis eines positiven Wollens, nicht als Ergebnis eines negativen Nicht-Könnens. zitiert: Wölfflin, Heinrich, Renaissance und Barock, 1888. (10)
"die Kunst ist eine Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur" Schmarsow, August, Grundbegriffe der Kunstwissenschaft : am Übergang vom Altertum zum Mittelalter kritisch erörtert und in systematischem Zusammenhange dargestellt, Leipzig [u.a.] 1905. Kunstgeschichte und Religionsgeschichte erhalten fast gleichwertige Bedeutung. (13)
Geschichte des Weltgefühls (!) (Cassirer später Weltbild) (14)
Verweis auf "Raumscheu" der Ägypter bei Riegl (17)
KRITIK: Wenn es eine tatsächlich positivistische Deutung ist, kann es keine Vermeidung von etwas geben. Dazu noch etwas, was es erst mit heutigen Begriffen beschrieben werden kann.

Worringer, Wilhelm, Formprobleme der Gotik, München 1911.

1911, München
Ziel: Verständnis der Gotik aufgrund Ihrer eigenen Voraussetzungen (5)
Geschichte der Menschheit als Geschichte der Menschheitspsychologie; der primitive, der klassische, der orientalische Mensch (bis 27)die geheime Gotik der frühen nordischen Ornamentik (!) (27)
Beschreibung der OrnamentikTranszendentalismus der gotischen Ausdruckswelt (48)
Nordische Religiosität (54)
Der Baugedanke der Klassik (59)
Der Baugedanke der Gotik (67)
Romanischer Stil (81)

Wölfflin, Heinrich, Sommervorlesung, München 1912.

Jasper Cepl hat in der Neuauflage der Entwicklungsphasen von 1999 darauf hingewiesen, dass Frankl sich in besonderer Weise auf die Sommervorlesung Wölfflins 1912 beruft
Die wichtigsten Mittel zu dieser Ordnung waren mir dabei die Analyse jedes Bauwerks in die vier Elemente Raum, Körper, Licht und Zweck und zweitens die Auffassung von Renaissance und Barock als polare Gegensätze. Für beide Methoden fand ich nachträglich eine wesentliche Unterstützung; für die Analyse in die Elemente in Schmarsows Schriften, für die methodische Suche nach Polarität in der Sommervorlesung, die Wölfflin 1912 hielt." Frankl, Paul, Die Entwicklungsphasen der neueren Baukunst. Berlin 1999, S. 190
Burger, Fritz, Die Deutsche Malerei vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende der Renaissance/[1], Handbuch der Kunstwissenschaft / begr. von Fritz Burger. Hrsg. von Albert E. Brinckmann, Berlin-Neubabelsberg 1913.

Wickhoff, Franz A. Schmarsow, Grundbegriffe der Kunstwissenschaft, in: M. Dvorak, Die Schriften Franz Wickhoffs, Berlin 1913.

Gutkind, Erwin Anton, Raum und Materie. Ein baugeschichtlicher Darstellungsversuch der Raumentwicklung, Berlin 1914.

Frankl, Paul, Die Entwicklungsphasen der neueren Baukunst, Leipzig,Berlin 1914.

Wölfflin, Heinrich, Kunstgeschichtliche Grundbegriffe: das Problem der Stilentwickelung in der neueren Kunst, München 1915.

Schmarsow, August, "Kunstwissenschaft und Kulturphilosphie mit gemeinsamen Grundbegriffen", in: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, 1919.

Gutkind, Erwin Anton, Neues Bauen: Grundlagen zur praktischen Siedlungstätigkeit, in Zusammenarbeit mit Dr. Ing. Althoff ... [et al.]. Berlin 1919.

Panofsky, Erwin, Der Begriff des Kunstwollens, in: Aufsätze zu Grundfragen der Kunstwissenschaft, Berlin 1980.

1920
ursprünglich 1920 herausgegeben.
"So gewiß es für die Kunstwissenschaft Aufgabe ist, über das historische Verständnis, die inhaltliche Erklärung und die formale Analyse der künstlerischen Erscheinungen hinaus das in ihnen verwirklichte und allen ihren stilistischen Eigenschaften zugrunde liegenden "Kunstwollen" zu begreifen, und so gewiß wir feststellten, daß dieses Kunstwollen notwendigerweise nur die Bedeutung eines dem Kunstwerk immanenten Sinnes haben kann - so gewiß muß es auch der Kunstwissenschaft sein, a priori geltende Kategorien zu schaffen, die, wie die der Kausalität an das sprachlich formulierte Urteil als Bestimmungsmaßstab seines erkenntnistheoretischen Wesens, so an das zu untersuchende künstlerische Phänomen als Bestimmungsmaßstab seines immanenten Sinnes angelegt werden können - Kategorien nun aber, die nicht wie jene die Form des erfahrungsschaffenden Denkens, sondern die Form der künstlerischen Anschauung würden bezeichnen müssen." (Ibid., S. 36).
Gutkind, Erwin Anton, Gartenstädte (Typoskript), 1920er.
Gutkind, Erwin Anton, Vom städtebaulichen Problem der Einheitsgemeinde Berlin, Berlin 1922.
Gutkind, Erwin Anton, "Die Krisis im Wohnungsbau. Mittel zur Förderung der Bautätigkeit", in: Berliner Tageblatt. 14. April 1922.
Gutkind, Erwin Anton, "Arte Architettonica Tedesca", in: Architettura e Arti Decorative, 1923, Bd. II Nr. 12.
Gutkind, Erwin Anton, "Städtebau und Baukunst", in: Berliner Tageblatt. 11. Oktober 192?.
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Gutkind, Erwin Anton, "Ein Kindererholungsheim", in: Zeitschrift für das gesammte Krankenhauswesen, 1926, Bd. XXII Nr. 5.
Wattjes, J.G. , Moderne Architectuur, 1927.
Müller-Wölkow, W., Wohnbauten und Siedlungen aus deutscher Gegenwart, 1928.
E. M. Hajos, L. Zahn, Berliner Architektur der Nachkriegszeit, 1929.
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Gutkind, Erwin Anton, "Le Corbusier", in: Die Baugilde, 1930, Bd. 12 Nr. 5.
Gutkind, Erwin Anton, "Wasmuths Lexikon der Baukunst", in: Die Baugilde, 1930, Bd. 12 Nr. 5.
Gutkind, Erwin Anton, "Die Baupolizei als Architekt", in: Die Baugilde, 1930, Bd. 12 Nr. 19.
Gutkind, Erwin Anton, "Schlusswort zum Reichstagswettbewerb", in: Die Baugilde, 1930, Bd. 12 Nr. 11.
Gutkind, Erwin Anton, "Anmerkungen", in: Die Baugilde, 1930, Bd. 12 Nr. 19.
"Arbeiten von Dr.-Ing. Erwin Gutkind, Arch. BDA, Berlin", in: Die Baugilde, 1931, Bd. 13 Nr. 17.
"Photographien von Innenräumen von Dr. Erwin Gutkind", in: Der Baumeister, 1931, Bd. XXIX Mai.
Jakob Schallenberger, Gutkind, Erwin Anton (Hg.), Berliner Wohnbauten der letzten Jahre, Berlin 1931.
Gutkind, Erwin Anton (1931-1932). Photographien und ihre Beschreibung von der Ausstellung: Sonne, Luft und Haus für Alle. Ausstellungen für Anbauhaus, Kleingarten und Wochenende.

Gantner, Joseph, Revision der Kunstgeschichte : Prolegomena zu einer Kunstgeschichte aus dem Geiste der Gegenwart ; mit einem Anhang: Semper und LeCorbusier, Wien 1932.

1932, Wien
Gutkind, Erwin Anton, "Bilanz", in: Die Baugilde, 1932, Bd. 14 Nr. 2.

Gutkind, Erwin Anton, Planungsberater für die Abteilungen Stadt- und Landesplanung in London (Ministry of Works and Planning?)

1936, Hampstead, London
Gutkind, Erwin Anton, "Universal Planning", in: Building, 1936, Bd. XI Nr. 2.
Gutkind, Erwin Anton, "The Indivisible Problem", in: Architectural Review, 1936, Bd. LXXX Nr. 479.
Gutkind, Erwin Anton, "Unwieldy, Municipal Empires", in: Town & Country Planning, 1937, Bd. V Nr. 18.

Frankl, Paul, Das System der Kunstwissenschaft, Brünn,Leipzig 1938.

Gutkind, Erwin Anton, Übersiedlung nach Aberythwith (Wales), Direktor des Forschungsprojekts "Demographic Survey of the 1940 Council"

1940 , Aberythwith, Wales
Gutkind, Erwin Anton, "The national plan for Great Britain", in: Journal of the Town Planning Institute, 1941, Mar.-Apr., S. 76.
Gutkind, Erwin Anton, Demographic survey and plan for Great Britain, prepared for 1940 the Council Demographic Committee, 1941.

Gutkind, Erwin Anton, Rückkehr nach London, Planungsberater der englischen Kohleindustrie

1942, Hampstead, London
Gutkind, Erwin Anton, Creative demobilisation, International library of sociology and social reconstruction. Editor: Dr. Karl Mannheim, London, 1943.
Gutkind, Erwin Anton, "Physical Planning. Problem number two. What kind of training will the planners need?", in: Architect Journal, 1943, Bd. 98 Nr. 2546.
Gutkind, Erwin Anton, "The revolution in environment", in: World Review, 1943, November.
Gutkind, Erwin Anton, "Population problems in a shrinking world", in: World Review, 1944, August.
Gutkind, Erwin Anton, "Planning or Laissez Faire", in: The Calcutta Review, 1944, Bd. 92 Nr. 2.
Gutkind, Erwin Anton, "Planning India's national resources ", in: The Calcutta Review, 1944, Bd. 93 Nr. 2.
Gutkind, Erwin Anton, "An early experiment in planning. On 17th-century Paraguayan settlements planned by Jesuits", in: Architectural Review, 1944, Bd. 96 Nr. 575.

Gutkind, Erwin Anton, Revolution of environment, International library of sociology and social reconstruction, London, 1946.

1946, Hampstead, London

Gutkind, Erwin Anton, Austritt aus der Kontrollkommision aus Protest gegen deren bürokratisches Vorgehen

1947, Hampstead, London
Seither ausschließlich publizistische Tätigkeit, vor allem für die Fachzeitschriften Urbanistica und Architectural Design
Gutkind, Erwin Anton, "Notes on the reconstruction of Germany", in: Town Planning Institute Journal, 1949, Jan.-Feb., S. 53-59.
Gutkind, Erwin Anton, "Pianificazione territoriale in Germania", in: Urbanistica, 1950, Bd. XIX Nr. 3.
Gutkind, Erwin Anton, "Pianificazione nazionale in un mondo che si restringe", in: Urbanistica, 1950, Bd. XIX Nr. 4.
Gutkind, Erwin Anton, "Comunità in un mondo senza stati", in: Urbanistica, 1950, Bd. XIX Nr. 6.
Gutkind, Erwin Anton, "The South Bank, a landmark in architecture", in: Architectural Design, 1951, Bd. XXI Dezember - Nr. 12.
Gutkind, Erwin Anton, "La colonizzazione del Nord America", in: Urbanistica, 1951, Bd. XXI Nr. 8.

Vogt-Göknil, Ulya, Architektubeschreibung und Raumbegriff bei neueren Kunsthistorikern. Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde der philosophischen Fakultät I der Universität Zürich, Zürich 1951.

Gutkind, Erwin Anton, Our world from the air; an international survey of man and his environment, London, 1952.
Gutkind, Erwin Anton, "La colonizzazione dell'Africa", in: Urbanistica, 1952, Bd. XXII Nr. 9.
Gutkind, Erwin Anton, "La colonizzazione dell'Australia", in: Urbanistica, 1952, Bd. XXII Nr. 10-11.
Gutkind, Erwin Anton, The expanding environment; the end of cities, the rise of communities, London 1953.
Gutkind, Erwin Anton, Community and environment. A discourse on social ecology., London 1953.
Gutkind, Erwin Anton, "How other peoples dwell and build - 1. Houses of the South Seas", in: Architectural Design, 1953, Bd. XXIII Nr. 1.
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Gutkind, Erwin Anton, "How other peoples dwell and build - 3. Houses of China", in: Architectural Design, 1953, Bd. XXIII Nr. 3.
Gutkind, Erwin Anton, "How other peoples dwell and build - 4. Indigenous Houses of Africa", in: Architectural Design, 1953, Bd. XXIII Nr. 5.
Gutkind, Erwin Anton, "How other peoples dwell and build - 5. Mohammedan Houses", in: Architectural Design, 1953, Bd. XXIII Nr. 6.
Gutkind, Erwin Anton, "How other peoples dwell and build - 6. Houses of North American Indians", in: Architectural Design, 1953, Bd. XXIII Nr. 7.
Gutkind, Erwin Anton, "Dangers of current search", in: Industrial Welfare and Personnel Management, 1954, Bd. XXXVI Nr. 4.

Gutkind, Erwin Anton, L'ambiente in espansione. La fine delle città. Il sorgere delle comunità, Mailand 1955.

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Gutkind, Erwin Anton (1958). How does our world look today? Keynote adress at the 1958 International Design Conference, Aspen, CO.
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Grabow, Stephen, "The Outsider in Retrospect: E. A. Gutkind", in: Journal of the American Institute of Planners Bd. 41, (3),1975, S. 200-212.

1998
Monographischer Aufsatz über Gutkind mit Würdigung dessen theoretischen Werks, im Wesentlichen nach der Emigration. Englisch. Zusammen mit Gabriele Gutkind geschrieben. Quelle von Hierl.

Lurz, Meinold, Heinrich Wölfflin. Biographie einer Kunsttheorie, Heidelberger Kunstgeschichtliche Abhandlungen, Bd. 14, Worms 1981.

Hierl, Rudolf Erwin Gutkind 1886 - 1968. Architektur als Stadtraumkunst, Basel, Boston, Berlin 1992.

Bucciarelli, Piergiacomo, Erwin Anton Gutkind 1886-1968. Un outsider nell´architettura berlinese degli anni venti, Berlin 1998.

1998 Berlin
Güttler, Peter (Hg.), Reihenhäuser, Berlin und seine Bauten, Bd. 4, Berlin 2002.